Dienstag, 16. Januar 2018
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Im Institut werden Biopsien und Operationspräparate sowie zytologisches Untersuchungsmaterial fast aller Fachgebiete sowohl aus Krankenhäusern als auch aus Arztpraxen einschließlich medizinischer Versorgungszentren untersucht. Im Einzelnen sind dies zur Zeit folgende Fachgebiete:

Gastroenterologie, Pneumologie, Gynäkologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfall- und plastische Chirurgie bzw. Orthopädie, Urologie, Hämatologie, HNO, Neurochirurgie und Neurologie, Augenheilkunde, Dermatologie

Die Vielfalt des Untersuchungsgutes erfordert ein breites Spektrum an Methoden und eine große Kapazität, um dem Anspruch einer umfassenden Diagnostik in kürzester Zeit gerecht werden zu können.

Kleine Gewebeproben wie zu diagnostischen Zwecken gewonnene Biopsien aus verschiedenen Organsystemen oder auch kleinere Operationspräparate wie z. B. Hautexzidate, die per Post oder Boten bis 10.00 Uhr morgens im Institut eintreffen, werden in der Regel am gleichen Tage befundet.

Ebenso wird zytologisches Untersuchungsgut meist am Tag der Einsendung aufbereitet und gefärbt.

Größere Operationspräparate und Einsendungen, die später im Laufe des Tages in das Institut kommen, werden über Nacht zur Paraffinierung vorbereitet und üblicherweise am nächsten Tag beurteilt.

Bei Bedarf kann ein umfangreiches Panel an immunhistologischen Reaktionen eingesetzt werden, z.B. zur Tumordiagnostik und zur Bestimmung von Prognosefaktoren einschließlich Hormonrezeptoren. Weiterhin kann auf das leistungsfähige molekularpathologische Labor zurückgegriffen werden, z.B. zur Erregerdiagnostik und zur Bestimmung spezieller genetischer Merkmale von Tumoren. Als weitere diagnostische Methode steht die DNA-Zytophotometrie zur Verfügung, die bei bestimmten Krebsvorstufen, Tumoren endokriner Zellen bzw. Organe und bei einzelnen Krebsarten wertvolle prognostische Aussagen liefern kann.

Zur intraoperativen Gefrierschnittuntersuchung (sog. Schnellschnitte) verfügt das Institut über zwei Kryostaten.

Im Bedarfsfall werden Referenzzentren konsultiert. Die Liste der Konsiliarpathologen kann im Institut eingesehen werden.

Für die Krankenhäuser und im Einzelfall auch auf private Anforderung werden Obduktionen durchgeführt